Geschichte des Buches (Teil 2)
Im 3. und 4. Jahrhundert setzte sich das wesentlich haltbarere Pergament als Beschreibstoff durch. Dieses wurde aus dünner ungegerbter Schafs-, Kalbs- und Ziegenhaut gefertigt. In anderen Ländern der Erde nutze man andere Medien wie zum Beispiel Palmblätter, die in Indien zu sogenannten Palmblattbüchern gefertigt wurden. In China stellte man Schriftstücke aus Birkenrinde, Leder und Bambus her.
Bis ins Mittelalter wurden Bücher mit der Hand geschrieben. Die Bücher wurden von Kopisten, die oft im klösterlichen Scriptorium (lateinisch: Schreibstube) arbeiteten, mühsam mit der Feder abgeschrieben. Die Herstellung eines Buches dauerte manchmal Monate. Daher gab es nur wenige, sehr kostbare Bücher. Sie wurden hauptsächlich von Geistlichen für Theologen oder für Herrscher geschrieben, die diese in Auftrag
gaben. Dabei handelte es sich meist um Bibelauszüge, Kommentare, liturgische oder auch antike Texte.
Viele mittelalterliche Bücher waren mit goldenen und farbigen Verzierungen geschmückt, die den Beginn eines neuen Textabschnitts markierten, den Text illustrierten oder als Randdekorationen dienten. weiter | zurück

